Am Boden: Lesung mit Marc Lunghuß
Do., 21. Mai
|stilwerk Hamburg
Mit seinem Debütroman "Am Boden" entführt uns der Theaterregisseur und Autor Marc Lunghuß in die Welt des Teppichbodens. Dabei erzählt er auf äußerst unterhaltsame Weise den Aufstieg und Fall eines Bodenbelages, der einst für Gemütlichkeit in deutschen Wohnzimmern sorgte.


Zeit & Ort
21. Mai 2026, 18:30 – 21:00
stilwerk Hamburg, Große Elbstraße 68, 22767 Hamburg, Deutschland
Über die Veranstaltung
In seinem Debütroman „Am Boden“ macht Marc Lunghuß aus Bodenbelägen literarische Handlungsträger. So wird vor allem die Entwicklung des
Teppichbodens in Verbindung zur Geschichte Westdeutschlands erzählt, alles verknüpft mit der Hauptfigur des Romans, einem niedersächsischen
Handelsvertreter für Teppichboden, der in den siebziger und achtziger Jahren die goldene Teppichbodenzeit erlebt – Westdeutschland will Gemütlichkeit –, in den neunziger Jahren dann aber den Aufstieg des Parketts: Ein vereinigtes Deutschland will auf die harte Bühne der Weltpolitik.
Im stilwerk präsentiert der Berliner Autor Marc Lunghuß erstmals seinen Debütroman und nimmt uns mit auf eine sehr persönliche Reise, die eines bleibt: Auf dem Teppich.
Pressestimmen
„Das wollten wir natürlich unbedingt lesen... Das ist eine rührende Geschichte...Wir wollen mehr Teppichbodengeschichten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Eine literarische Hommage an die Teppichboden-Branche und seine Vertreter – wer hätte gedacht, dass sich dieser Stoff so unterhaltsam liest?“
Schöner Wohnen
„Skurriles Teppichmosaik aus Erinnerungen.“
Junge Welt
Über den Roman
Der Teppichboden: Symbol für Wärme, Weichheit, Geborgenheit. Ab den fünfziger Jahren Siegeszug des zugeschnittenen und von Wand zu Wand
verlegten Teppichbelags, Inbegriff westdeutscher Wohnlichkeit. In den neunziger Jahren dann der Niedergang. Teppichboden gilt als Milbennest und Dreckschleuder.
Die Familiengeschichte: Eine Kleinfamilie westdeutschen Durchschnitts. Mutter Hausfrau, Vater Teppichvertreter, die Kinder erwachsen und aus dem Haus. Dann der freie Fall: Der Vater verstirbt. Der Roman spielt in den sechs Tagen, die zwischen Tod und Beerdigung liegen. Im Boden wird derjenige
verschwinden, der anderen den Boden bereitet hat. Ohnmacht, Abwehr, schon immer schwelende Konflikte. Der Zustand: bodenlos.
Über Marc Lunghuß
Marc Lunghuß, geboren 1974 in Gehrden, Studium der Germanistik und Philosophie in Heidelberg und Berlin. Als Theaterregisseur inszenierte er u.a. in
Stuttgart, Frankfurt a.M., Leipzig. Als Autor veröffentlichte er Erzählungen in Anthologien und Zeitschriften, im Herbst 2024 erschien sein Roman „Am
Boden“. 2018 Stipendiat der Autorenwerkstatt am Literarischen Colloquium Berlin, 2020 Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsen, 2020
Aufenthaltsstipendium in den Künstlerhäusern Worpswede, 2021 INITIALSonderstipendium der Akademie der Künste, 2022 Alfred-Döblin-Stipendium,
2025 Warendorfer Stadtschreiberstipendium.
AM BODEN Roman, 192 Seiten
Verlag Bärmeier & Nikel
© Jordana Schramm



