The Sound of Living
- 29. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Das Pianohaus Hamann hat im stilwerk Hamburg eröffnet. Bereits in vierter Generation führt die Familie heute das Traditionsunternehmen. Wir haben mit dem Team über Lieblingsinstrumente, Jazz in Hamburg und die besondere Präsenz eines Klaviers gesprochen.
Ein Klavier verändert die Stimmung eines Raums sofort. Es ist Instrument, Möbelstück und Mittelpunkt zugleich. Mit dem Pianohaus Hamann ist ein neuer Store ins stilwerk Hamburg eingezogen, der genau diese Verbindung aus Klang, Handwerk und Interior sichtbar macht.
Das Hamburger Familienunternehmen existiert seit 1909 und wird heute in vierter Generation geführt. Zwischen restaurierten Flügeln, besonderen Einzelstücken und modernen Instrumenten geht es hier nicht nur um Musik, sondern auch um Materialien, Atmosphäre und die Frage, wie ein Raum klingen kann.
Wir haben mit dem Team des Pianohaus Hamann über Lieblingsinstrumente, Jazz in Hamburg und die besondere Präsenz eines Klaviers gesprochen.
Was sollten wir über das Pianohaus Hamann wissen?
Das Pianohaus Hamann gibt es seit 1909 in Hamburg. Wir sind ein Familienunternehmen in vierter Generation, alle ausgebildete Klavierbauer:innen.
Unser Angebot umfasst neue, gebrauchte und aufwendig generalüberholte Klaviere und Flügel – darunter auch Instrumente aus Jugendstil und Gründerzeit. Außerdem bieten wir Mietinstrumente an.
Alle Instrumente werden von uns persönlich betreut, bearbeitet und überarbeitet. Besonders wichtig sind uns Qualität sowie eine herausragende Klang- und Spielkultur. Das Wissen, das sich über Jahrzehnte angesammelt hat, spielt dabei eine große Rolle.
Was hat Sie am stilwerk als Standort gereizt?
Der Zusammenschluss hochwertiger Marken und Geschäfte passt sehr gut zu uns. Auch der Fokus auf Wohnen und Einrichtung. Dazu kommen die Lage an der Elbe, die Geschichte des Hauses und die Offenheit für Veränderung.
Ein Klavier ist mehr als ein Instrument – was bedeutet es für einen Raum?
Ein Klavier bringt Leben und Musik in einen Raum. Es verbindet Menschen und schafft Geselligkeit. Gleichzeitig ist es natürlich auch ein Möbelstück mit starker Präsenz.
Ob modern, klassisch, Jugendstil, Gründerzeit oder Entwürfe aus den 70er Jahren sowie designte Klaviere von Peter Maly – Klaviere und Flügel können sehr unterschiedlich wirken. Besonders spannend finden wir Holzoberflächen. Sie werden oft unterschätzt und passen erstaunlich gut in moderne Einrichtungen.
Welche Rolle spielt Materialität – bei Instrumenten und im Raum?
Eine sehr große. Gute Materialien wie Resonanzbodenholz sind entscheidend, genauso wie präzise Verarbeitung und eine gute Konstruktion. Das gilt für Instrumente genauso wie für Einrichtung.
Haben Sie ein Lieblingsinstrument?
Ja, manchmal auch mehrere. Besonders ans Herz wachsen uns generalüberholte Instrumente, die wir in einen Neuzustand versetzen. In solche Klaviere und Flügel fließen oft hunderte Stunden Arbeit – da entsteht automatisch eine Beziehung.
Das Ergebnis überrascht uns immer wieder. Gerade bei alten Instrumenten wird das Alter durch die aufwendige Überholung und unsere Erfahrung klanglich oft zu einem echten Vorteil. Besonders schwärmen wir für überholte Instrumente von Feurich, Pfeiffer, Steinway & Sons, Blüthner, Bösendorfer oder C. Bechstein.
Jazz, Klassik oder Pop?
Klassik spielt natürlich eine große Rolle – und das Klavier wiederum eine große Rolle in der Klassik. Spannend ist, wie Werke von Chopin, Liszt, Schumann oder Rachmaninow bis heute neu interpretiert werden. Solche feinen Unterschiede lassen sich nur auf wirklich gut klingenden Instrumenten herausarbeiten.
Gleichzeitig haben wir eine große Leidenschaft für Jazz und Livemusik. Hamburg besitzt eine starke Jazzszene, die wir teilweise mit unseren Instrumenten begleiten und betreuen – darunter etwa das JazzLab der HfMT oder der Jazzclub Birdland.
Auch Künstler wie Keith Jarrett, Brad Mehldau, Jacky Terracan, Hiromi, Omer Klein oder Avishai Cohen begeistern uns sehr.









